Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule

 

Spielgruppe:
4.-6. Klasse
Leitung:
Birgit Wölke, Birgit Buchholz
Fotos:

Probenfotos der Spielgruppe

Titel des Stückes:
Momo
Inhalt des Stückes:

Momo lebt am Rande einer Großstadt in den Ruinen eines Amphittheaters. Sie besitzt nichts als das, was sie findet oder was man ihr schenkt und eine außergewöhnliche Gabe: Sie hat immer Zeit und ist eine wunderbare Zuhörerin. Eines Tages treten die grauen Herren in Erscheinung.. Sie haben es auf die kostbare Lebenszeit der Menschen abgesehen und Momo ist die Einzige, die ihnen noch Einhalt gebieten kann.

 

 

Erfahrungsbericht

 

Momo


ein Theaterprojekt mit Schülerinnen und Schülern der

Paul-und Charlotte-Kniese-Schule

 


Spielleiter: Birgit Buchholz, Birgit Wölke
Musik und Komposition: Bardo Henning


Von Oktober bis Mitte Juni haben wir zusammen mit 17 Kindern der
Klassenstufen 3 - 6 das Theaterstück Momo erarbeitet. Es fanden einmal
die Woche 90 Minuten Proben statt, sowie gegen Ende eine
anderthalbwöchige Intensivprobenphase. Es war eine sehr gemischte
Gruppe von Kindern, was zum einen Alter, Behinderung und
Nichtbehinderung anging, zum anderen Konzentrationsfähigkeit und
Lesekompetenz. Das stellte für alle eine große Herausforderung da. Was
jedoch allen Kinder gemein war, ist deren große Lebendigkeit und
Spielfreude.
Um sich an das Stück heran zu tasten, haben wir eine Zusammenfassung
des Stückes mit musikalischen Einschüben erzählt, die die Kinder
zeitgleich dargestellt haben. Somit hatte jeder schon mal einen sinnlich
erlebten Eindruck von den Figuren und deren Geschichte. Des Weiteren
haben wir alle Kinder erst mal alle Figuren unter Hinzunahme
unterschiedlicher Übungen spielen lassen, um sich auszuprobieren, bevor
es zur eigentlichen Rollenvergabe kam. Wir haben z.B. mittels Stopptanz
an den verschiedenen Gängen und Haltungen der Figuren gearbeitet -
oder kurze Textpassagen aus dem Stück mit unterschiedlichen Emotionen
sprechen lassen, um ein Gefühl für die jeweiligen Stimmungen zu
entwickeln. Bei der Rollenvergabe haben wir sowohl die
Wunschvorstellungen der Kinder angehört, als auch unsere Vorstellungen
geäußert und sind Gott sei Dank zu einem guten gemeinschaftlichen
Ergebnis gelangt.
Einen großen Schwerpunkt haben wir auf die Choreographien gelegt.
Dabei sollten die Kinder erst einmal selber Bewegungen erfinden, die wir dann
gemeinsam zusammengesetzt haben.
Besonders schön war es zu erleben, welche Freude die Kinder an den
Liedern hatten, die Bardo Henning für das Stück geschrieben hat. Das
gemeinsame Singen stellt noch mal ein ganz anderes Miteinander her.
Ein wichtiges Erlebnis für den Zusammenhalt der Gruppe war ein
Probentag im Künstlerhof Frohnau. Mitten im Wald haben die Kinder dort
ihr Spiel noch einmal ganz anders erfahren, als bei den Proben in den
Schulräumen.
Der Höhepunkt des gesamten Projekts ist natürlich die Aufführung. Für die
Kinder ist es einfach wichtig, nach all der Arbeit eine Resonanz zu
erfahren. Der Auftritt im Heimathafen Neukölln war für die Kinder etwas
ganz Besonderes, und sie waren hinterher sehr beseelt und stolz. Es ist
eben doch etwas anderes auf einer richtigen Bühne mit viel Publikum zu
spielen.

 

Birgit Wölke