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Spielgruppe : 22 Schüler der Klasse 4 a

Leitung:
Barbara Bellin Katalin Sofalvi

Fotos:
Bruno Braun

Titel des Stückes:

Der goldene Schuh

Inhalt:
Ein reicher Kaufmann heiratet ein halbes Jahr nach dem Tod seiner Frau eine Witwe, welche zwei Töchter mit in die Familie bringt. Seine eigene Tochter muss fortan unter den Schikanen der Stiefmutter und Töchter jede erdenkliche Hausarbeit machen. Da sie neben dem Ofen in der Asche schlafen muss, wird sie nur noch Aschenputtel genannt.
Als eines Tages der König ein Fest veranstaltet, um für seinen Sohn eine Frau zu finden, möchte Aschenputtel genau wie ihre Stiefschwestern daran teilnehmen.
Die boshafte Stiefmutter gibt Aschenputtel die Aufgabe, eine Schüssel Linsen aus der Asche auszulesen. Da sie es alleine nicht schaffen würde, bittet sie die Tauben um Hilfe.
Danach begibt sie sich zum Grab ihrer Mutter und bittet um Hilfe. Eine gute Fee schenkt ihr ein wunderschönes Kleid und Schuhe. Sie fährt mit einer goldenen Kutsche zum Fest und keiner erkennt sie, auch ihre Familie nicht. Der Königssohn tanzt die ganze Nacht mit ihr....


Erarbeitung
In dieser Klasse hatten wir viele Kinder, die sehr ausdrucksstark und spielfreudig waren. Deshalb entschieden wir, das Theaterstück im Stil der commedia dell`arte zu inszenieren: starke Charaktere, ausdrucksstarke Mimik, große Bewegungen, bunte Farbklekse, hohes Spieltempo.
Die meiste Zeit haben wir an den einzelnen Figuren gearbeitet. Oft auch in Einzelproben, um die Intimität und das Sicherheitsgefühl der Kinder zu wahren. Viele Szenen haben wir selber vorgespielt, um den Kinder Mut zu machen, auf diese "übertriebene" Art zu spielen. Nach einigen Schreckmomenten haben sie ihre anfängliche Scheu abgelegt und hatten große Lust an den „Farben“ der Szenen zu arbeiten.
Im Stück gab es eine große Gruppenszene: den Ball. Dafür haben wir eine Menuett-Choreographie einstudiert, die wir oft als warm up in vielen späteren Proben verwendet haben.
Die Kostüme von Renate Känel aus glänzenden Stoffen, die voluminösen Perücken und Masken unterstützten die farbenfrohe, laute Inszenierung.
Ob eine Komödie gut ist oder nicht, entscheidet das Tempo. Wenn die einzelnen Szenen fertig waren, bestand die Aufgabe darin, das richtige Ein- und Ausatemtempo der Szenen zu finden.
Commedie dell`arte mit Viertklässlern zu spielen war sicherlich gewagt, hat sich aber mehr als gelohnt.