Panke-Schule, Pankow Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“
Galenusstraße 64 - 13187 Berlin - Telefon: 47607920 – E-Mail:
panke-schule.mail@t-online.de

Spielgruppe: U2 & U4: 15 SchülerInnen aus den Schulbesuchsjahren 3 und 5


Leitung: Christiane Apel HYPERLINK "mailto:christianeapel@gmx.de" christianeapel@gmx.de, Anne Schaudwet

Fotos: Karl-Heinz Franzen


Titel des ersten Stückes:

Ich bin der Stärkste im ganzen Land! (Mario Ramos)

Inhalt:
Der Wolf ist das mächtigste Geschöpf im Wald. Mit stolzgeschwellter Brust läuft er durch seinen Wald und lässt sich von den anderen kleineren Geschöpfen dies immer wieder bestätigen. Was sollen der Hase, das Rotkäppchen, die Schweinchen und die Zwerge auch sagen … Doch dann trifft er auf den kleinen Drachen, Quabbelwabbel nennt er ihn, und der sagt ihm mitten ins Gesicht, dass er nicht der Stärkste im ganzen Land ist, sondern seine Mama. Erst ist er erbost und schreit den kleinen Drachen an, doch als die Drachenmama dann vor ihm steht, wird er selbst ganz klein und läuft lieber ganz schnell weg.

Erarbeitung:

Wer will nicht ein großer starker Wolf sein vor dem alle Angst haben? Unsere SchülerInnen wollten das auf jeden Fall, doch auch die anderen Rollen waren perfekt für uns und so entstand ein Theaterstück, bei dem jedes Kind einen Auftritt entsprechend seiner Möglichkeiten hatte.
Da wir SchülerInnen haben, die nicht sprechen können und auch einige, die motorische Schwierigkeiten haben, galt es als erstes, die Rollen entsprechend der Möglichkeiten unserer SchülerInnen zu verteilen und über Hilfsmittel (sprechende Taster) nachzudenken. Anschließend ging es ans Üben. Der Ablauf war recht schnell klar und doch ist dieses gerade das, was so unberechenbar ist. Werden sich die SchülerInnen daran halten? Oder machen sie heute was sie wollen? Wie wird die Probe ablaufen? Wir waren immer wieder erstaunt, wie gut sich die Kinder an die aufgestellten Regeln hielten und mit welchem Enthusiasmus sie ihre Auftritte übten.
Das Highlight jeder Probe war der Auftritt des kleinen Drachens, der bei uns nur noch Quabbelwabbel hieß, und der Abgang des ängstlichen Wolfes. An dieser Stelle war die Probe geschafft und es durfte gelacht werden.

Titel des zweien Stückes: Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat. (Werner Holzwarth)
Inhalt:
Der kleine Maulwurf schaut aus der Erde und plötzlich landet etwas auf seinem Kopf – er weiß genau was es ist, nur nicht von wem. Somit macht er sich auf die Suche und fragt nacheinander die Taube, das Pferd, den Hasen, die Ziege, die Kuh und das Schwein: „Hast du mir auf den Kopf gemacht?“ Doch keines dieser Tiere ist es gewesen. Zwei Fliegen können ihm weiterhelfen und verraten das Geheimnis – es war Hans Heinerich der Metzgershund.
Erarbeitung:
Alle Kinder lieben dieses Buch, denn es setzt sich mit einem Thema auseinander, über das eher selten gesprochen wird. Das wurde auch bei unserer Erarbeitung deutlich. Wie bezeichnet ihr das? Was darf man sagen und was ist ein Schimpfwort? Diese Auseinandersetzung war für uns und unsere SchülerInnen spannend und lustig zugleich, denn die Herstellung von „Kacke“ als Requisiten ist doch ein recht ungewöhnliches Bild.
Auch die Proben waren eine lustige Angelegenheit. Es war erstaunlich, wie schnell die Kinder den Ablauf sicher beherrschten, nur an den Feinheiten mussten wir noch feilen, also galt es ganz laut sprechen zu üben, die Tiergeräusche effektvoll zu imitieren, im richtigen Moment die „Kacke“ zu präsentieren und die Wartezeiten ohne Quatschmacherei zu überstehen. Diese Dinge klingen vielleicht nicht so anspruchsvoll, doch für unsere SchülerInnen sind sie das auf jeden Fall.
Und das Üben hat sich gelohnt! Das Beste war das Lachen und Klatschen der ZuschauerInnen.